Hundesportverein Kolkwitz
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Mein Hund und ich

 

Rettungshundesport ....

wird in unserem Verein seit 2014 ausgeübt.

Wir betreiben Rettungshundearbeit auf rein sportlicher Ebene, gleichwertig zum IPO-Sport als Form der Gebrauchshundeausbildung, das heißt, wir sind kein Teil einer Rettungshundestaffel.

Beim Rettungshundesport werden die gleichen Fähigkeiten wie bei einem "echten" Rettungshund trainiert und geprüft.

Das Training gestalten wir für Hund und Hundeführer mit viel Spaß, positiven Reizen und Motivation z.B. Futter oder Spielzeug.

Mit der Rettungshundearbeit erfüllen wir die außergewöhnlich wichtige Aufgabe, zur Rettung von Menschenleben beizutragen und fördern gleichzeitig das harmonische Miteinander zwischen Mensch und Hund.

Im Training lernen die Hunde unter Einsatz ihres hervorragenden Geruchssinnes, eine bestimmte Anzahl von Menschen ("Opfern") unter verschiedensten Umweltbedingungen zu finden und dem Hundeführer diesen Fund eindeutig anzuzeigen. Die unterschiedlichen Schwierigkeitsgrade in den Prüfungsstufen ergeben sich durch die Anzahl und Lage der Opfer, Größe des Suchbereiches und der zur Verfügung stehenden Zeit.

Das Tolle daran ist, dass man nicht nur eine sinnvolle Tätigkeit mit seinem Hund ausübt, es festigt auch die Bindung zwischen Mensch und Hund und fördert die Teamfähigkeit. Hierbei ist nicht allein die Rasse ausschlaggebend, sondern der Arbeits- und Finderwille des Hundes!

 

Prüfungen

Die Rettungshunde-Sport Prüfung im SV richtet sich im Grundsatz nach einer Prüfungsordnung und kann in den Bereichen Fährte, Fläche, Trümmer, Lawine und Wasser zuerst als Eignungsprüfung später dann in der Hauptprüfung A und B abgelegt werden. In unserem Verein bieten wir die Ausbildung im Bereich Fläche und Fährte an.

Dazu ist eine Begleithundprüfung Voraussetzung .

Zum Unterordnungsteil  gehört der allgemeine Grundgehorsam wie Fuß und Sitz mit Entfernen, Steh mit Entfernen, Bringen auf ebener Erde, Tragen des Hundes (z.B. wichtig, wenn der Hund über Hindernisse gehoben werden muss). Dabei muss er sich entspannt zeigen und keine Scheu vor fremden Menschen haben.

Im Bereich Gewandtheit wird dem Hund unter anderem das Begehen unterschiedlicher Materialien angeeignet. Bei der Gerätearbeit lernt der Hund das Überspringen unterschiedlich großer Hürden, Begehen einer Leiter, Durchkriechen von Röhren und Tunneln, Überqueren von Balken und beweglichen Brücken.

In der Detachierarbeit (Lenken aus der Entfernung) erlernt der Hund verschiedene Richtung anzulaufen, ohne dass der Hundeführer mitgeht. Der Hund sollte hierbei vom Hundeführer beeinflussbar sein und nicht wild und eigenständig überall umherlaufen.

 

 

Praktische Teil im Rettungshundesport

In der Flächensuche (Freisuche) sollen die vermissten Personen in unübersichtlichen Gelände möglichst schnell gefunden werden. Der Hund wird hier gezielt auf den Menschengeruch trainiert.

Es gibt drei verschiedene Anzeigearten.

1. Verbellen – hier zeigt der Hund durch Verharren und Verbellen an der Versteckperson an. Er hat selbständig auszulösen und bis zum Eintreffen des Hundeführers anhaltend zu verbellen, ohne dabei die Person zu belästigen.
2. Bringseln – Nach dem Auffinden der Person bringt der Hund das Bringsel zum Hundeführer. Nach Abnehmen des Bringels führt der Hund seinen Hundeführer auf direktem Weg zur Versteckperson.
3. Freiverweisen – Beim Freiverweisen läuft der Hund zwischen Hundeführer und Versteckperson auf schnellstem Weg hin und her und führt dazu zur Person.

Helfer stellen im Training die vermissten Personen nach, indem sie in einem Versteck oder in Hohlräumen sitzen oder liegen. Hat der Hund die Person gefunden, ist es die Aufgabe des Helfers, den Hund für das Auffinden und der Anzeige im richtigen Augenblick zu belohnen. Ein guter Helfer zeichnet sich durch sein Einfühlungsvermögen aus, durch welches er dem Hund zur richtigen Zeit die richtige Hilfe geben kann, um somit den Lehrerfolg für den Rettungshund zu gewährleisten. Beim Training wird jeder Teilnehmer auch als Helfer eingesetzt. Auch der Hundeführer sollte körperlich fit genug sein, um in unwegsamen Gelände mit seinem Hund arbeiten zu können.

 
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